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Freitag, 13. April 2018

Flug - / Busreise : Frühlingshit Granada 2. Teil

Am 4. Tag unserer Andalusienreise ist es zwar morgens immer noch frisch, doch die Sonne lacht von einem blauen Himmel. Perfekt, heute ist eine Panoramafahrt vorgesehen: Zuerst gehts durch die zwischen dem Südhang der Sierra Nevada und dem Meer gelegenen Region von Las Alpujarras. Diese Gebirgsregion besteht hauptsächlich durch steile Täler, welche mit Wasserläufen durchzogen sind, welche von den Bergen herunter kommen. Die kleinen, meist weiss getünchten Häuser der hoch gelegenen Dörfer sind hunderte Jahre alt und wirken von weitem wie durcheinander aufgestapelt. Die Sierra Nevada krönen vierzehn über 3000m hohe Berge, der Schnee dort liegt dort teilweise bis Juli. Fauna und Flora sind hier üppig wegen der Nähe zum Mittelmeer.

hübsche Dörfer an den Hängen gegen die Sierra Nevada hinauf







hinter der Bergkette im Hintergrund liegt das Meer










Nun fahren wir weiter ans Meer hinunter. Die höchst gelegenen Dörfer in den Alpujarras und die
Küste liegen nur 2 Autostunden voneinander entfernt. In Salobrena an der Costa Tropical nehmen wir in einem typischen Fischrestaurant das Mittagessen ein. Dieser Küstenabschnitt grenzt im Westen an die touristisch bekannte Costa del Sol. Die Costa Tropical ist ein beliebter Ferienort der Spanier, hier verbringen sie die Wochenenden mit Ausspannen und Essen.  im Gegensatz zu Italien gehören die Strände in Spanien der Allgemeinheit.


im Sommer ist dann hier sicher mehr Betrieb


jemand Lust nach Octopus?

von den Palmen aus Sicht auf die schneebedeckte Sierra Nevada


Nachmittags fahren wir über die Autobahn in 1 Stunde retour nach Granada. Hier konnten wir nochmal individuell die Stadt erkunden gehen, es gibt nun schönere Fotos mit dem blauen Himmel.






Kathedrale von Granada - man sieht sie erst wenn man davorsteht


 
Alhambra mit Sierra Nevada


im arabischen Viertel ist was los

 

Alhambra thront über Granada

 


Am 5. und zugleich letztem Tag vor dem Heimflug machen wir einen Ausflug nach Ronda, der Stadt auf Felsen in hügeligen Hinterland von Malaga. Sie war früher die Hauptstadt der Bandoleros, den berühmtesten Strassenräubern Spaniens. Wie Robin Hood in England, waren diese Bandoleros in den Augen der Obrigkeit Mörder und Banditen, für die verarmte Bevölkerung Andalusiens waren Sie Freiheitskämpfer und Rebellen gegen die sozialen Unterschiede. Zu Ehren des berühmtesten Bandolero - El Tempranillo - findet jeweils im Oktober ein grosses Fest statt.

Ronda fasziniert durch seine spektakuläre Lage - die Stadt wird durch eine 200m tiefe Schlucht in zwei Hälften geteilt. Aufgrund der uneinnehmbaren Lage war sie eine der letzten maurischen Bastionen in Spanien.









dieser Prunk in den Kirchen - gigantisch


die Kleider für die Prozession sind bereit

diese Bahren tragen während dem Prozessionsumzug bis zu 100 Männer

Die Stierkampfarena von Ronda


der Stier - das Markenzeichen von Andalusien


 
In der ältesten Stierkampfarena der Welt finden nur noch 2-3 Kämpfe jährlich statt  - hier wurde das Musikvideo zu Madonnas "Take A Bow" gedreht. Der umstrittene Stierkampf wird anders als z.B. in Katalonien hier noch durchgeführt - ein "Spektakel", das für uns unverständlich scheint. Diese Stiere werden nur für die Arena gezüchtet - ein mutiger Stier (was immer das heissen mag) kann vom Tod verschont werden, die Zuschauer schwenken dann weisse Taschentücher. Der begnadigte Stier muss sodann nie mehr in einer Arena kämpfen.

Madonna-Video "Take a Bow"



Und dann noch der 6. Tag - kurz und bündig: nach dem Morgenbuffet fahren wir nach Malaga, dort bringt uns die Swiss wieder nach Zürich.

Und wieder war auch diese Reise in eine völlig unbekannte Gegend sehr interessant und vielseitig. Wir können Andalusien bestens weiterempfehlen !






Montag, 2. April 2018

Flug - / Busreise : Frühlingshit Granada 1. Teil

Unsere erste Ferienwoche im 2018 verbrachten wir in Andalusien, organisiert durch das Reiseunternehmen Twerenbold. Wir waren uns bewusst, dass es selbst für Spanien Mitte März noch nicht so angenehm warm sein kann. Dass es dann aber frühmorgens nur 0 - 1 Grad war, überraschte uns dann schon ein wenig.


In 2.20 Std. flogen wir mit der Swiss nach Malaga, wo wir vom Twerenbold-Bus abgeholt wurden. Vor der Weiterreise nach Granada besichtigten wir noch die Innenstadt von Malaga.




Strelitzien blühen hier überall







und Orangenbäume noch und nöcher




in Malaga begrüsste uns wirklich schon der Frühling












sehr schöne Parkanlage mit vielen Pflanzen zwischen der Stadt und dem Meer

an der Strandpromenade






Der 2. Tag stand ganz im Zeichen von Granada. Wir besichtigten die bekannte Stadtburg Alhambra - das Wahrzeichen der Stadt. Sie gilt als eines der bedeutensten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst. Die Mauren herrschten mehrere Jahrhunderte lang über weite Teile der Iberischen Halbinsel. Unter der Herrschaft der Kalifen von Cordoba  war Al-Andalus ( heute Andalusien) ein reiches, blühendes Land. Kunst und Wissenschaft waren weltberühmt, das Handwerk galt in ganz Europa als einmalig. Im Rahmen der Reconquista (Rückeroberung der christlichen Reiche auf der Iberischen Halbinsel) fiel 1492 mit der Alhambra die letzte Bastion der Mauren in Spanien.

Heute ist die Alhambra Weltkulturerbe und nach dem Vatikan die meistbesuchte Touristenattraktion Europas. Das Tageskontingent ist auf 7000 Besucher festgesetzt.



all die Mosaike und Wandverzierungen in der ganzen Anlage sind etwas wirklich beeindruckendes !




 

die ganze Anlage ist riesengross













die Alhambra von den Generalife-Gärten aus


man ist aber nirgends allein !

 


Nachmittags besichtigen wir noch den ältesten Stadtteil von Granada - Albacin - mit seinen schmucken Häusern und Gassen





 


 




 
Am 3. Tag fahren wir mit dem Bus von Granada nach Cordoba - eine weitere andalusische Perle. Bei dieser Fahrt durchqueren wird das weltgrösste Anbaugebiet von Olivenöl - doppelt so gross wie in Italien ! Während rund 1 1/2 Std. Fahrt links und rechts nur Olivenbäume - Monokultur par excellence. Während Italien schon früh mit der Vermarktung von Olivenöl begann und darum heute als grösster Exporteur gilt, begann man in Spanien mit diesem Geschäft erst vor knapp 20 Jahren. Und Vorsicht : wenn sie heute im Laden italienisches Olivenöl kaufen, ist dies vielfach mit spanischem Olivenöl versetzt ( und zwar wird meistens minderwertiges Oel aus Italien mit qualtitativ gutem Oel aus Spanien gemischt).









Kurz vor Cordoba ändert auf einen Schlag die Landschaft, hier wird nun Landwirtschaft betrieben. die grösste Sehenswürdigkeit Cordobas ist die Moscheenkathedrale, sie gehört zu den grössten ehemaligen Moscheebauten weltweit. Das Faszinierende daran ist, dass sich innerhalb der Moschee, welche im Jahr 784 erbaut wurde und durch die Kalifen und Emire von Cordoba in mehreren Bauabschnitten erweitert wurde eine Kathedrale befindet, welche während der Reconquista erbaut wurde. Bei dem Bau dieser Kirche wurde vieles der alten Moschee zerstört. Kaiser Karl V., seines Zeichens König von Spanien, soll - als er bei einem Besuch in Cordoba das Ergebnis des neuen Bauwerks gesehen hat - gesagt haben : "Ich wusste nicht, um was es sich hier handelte. Denn wenn ich es gewusst hätte, hätte ich nicht erlaubt, dass man Hand an das alte Gebäude legt. Ihr habt etwas erbaut, was es andernorts schon gibt, und dafür habt ihr etwas zerstört, was einmalig in der Welt war."




der Innenhof der Moscheekathedrale


überall waren schon die Zuschauertribünen für die Prozessionen in der Karwoche aufgebaut



der Glockenturm, in der versteckt (rot) das Manerett steckt



imposant - all die Baustile ineinander vereint





 


man kann sich wirklich nicht satt sehen hier drin - man beachte auch die Geometrie




in dieser Moschee hatte es früher Platz für 30'000 Menschen



die monumentale Brücke von Cordoba - hinten rechts die Moschee-Kathedrale

das Wetter war auch heute noch nicht stabil - es sollte morgen besser werden




Der 2. Teil des Reiseberichts gibt dann noch in den nächsten Tagen.